Heise 13.07.2026
09:30 Uhr

heise+ | Motorrad Yamaha R7 im Test: Wie gemacht für die Landstraßentour


Die Yamaha R7 ist zurück. Sie überzeugt mit exzellentem Fahrwerk und legendärem Motor, dem es nur Rennpistenbenutzern an Biss mangeln dürfte.

heise+ | Motorrad Yamaha R7 im Test: Wie gemacht für die Landstraßentour

Man muss schon sehr genau hinschauen, um die neue R7 von den größeren Modellen R9 (Test) und der nur noch gebraucht erhältlichen Yamaha R1 zu unterscheiden. Am sichersten ist es, die Krümmer zu zählen: Das Superbike R1 besitzt vier, die R9 deren drei und die R7 verfügt über zwei. Aber Achtung: Es gibt noch die kleine R3, die zwar auch zwei Zylinder, aber nur 321 cm³ Hubraum hat. Bei der R125 ist es da schon wieder eindeutig, denn sie hat einen Einzylinder.

Sebastian Bauer​

Dass Yamaha sich wieder den Luxus von fünf Sportmotorrädern erlaubt, ist nicht selbstverständlich. Als die R7 vor fünf Jahren präsentiert wurde, war es ein mutiger Schritt von Yamaha, denn zu dem Zeitpunkt galt der Sportmotorradmarkt als so gut wie tot. Die extrem PS-starken Superbikes mit einem Liter Hubraum verkauften sich nur noch in minimalen Stückzahlen, und die Produktion der Supersportler mit 600-cm³-Reihenvierzylindern oder 675-cm³-Dreizylindern war von den meisten Marken eingestellt worden. Im Wettbewerb nach immer mehr Höchstleistung waren die Entwicklungskosten enorm gestiegen, was wiederum die Kaufpreise heftig in die Höhe getrieben und letztlich zum Zusammenbruch des Marktes geführt hat.

Dann wagte zunächst Aprilia mit der RS 660 (Test) und kurz danach Yamaha mit der R7 einen neuen Ansatz: Ein Mittelklassemotor mit mäßiger Leistung wurde in ein Sportchassis verpflanzt und mit einem adretten Design versehen. Der hübsch verpackte Sportler konnte zu einem günstigen Preis angeboten werden und siehe da: Die Kunden griffen begeistert zu. Auch die junge Generation konnte sich die wieder angesagten Sportmotorräder leisten.